Ansätze Zur Verbesserung Eines Bestehenden Geldsystems
8. Grundeinkommen
(Quellen: https://de.wikipedia.org/wiki/Bedingungsloses_Grundeinkommen und https://www.mein-grundeinkommen.de/ )
Unter Grundeinkommen versteht man, dass jedem Bürger ein bestimmter Betrag zur Deckung seiner Grundausgaben zur Verfügung gestellt wird. Es gibt zwei Arten von GE:
Das bedingungslose GE bekommt jeder auf Antrag ohne jeglichen Leistungsnachweis. Die Finanzierung geht über bestimmte Töpfe.
Beim aktiven GE werden eine bestimmte Anzahl Stunden als Leistungsnachweis gefordert. Im Beispiel des eigenständigen Geldsystems Gradido (siehe 2. Lösung) gibt es eine Kombination des aktiven GE mit dem bedingungslosen GE. D.h. wer aufgrund Alter, Gesundheit... nicht oder nur teilweise in der Lage ist, eine Leistung zu erbringen, erhält dennoch den festgesetzten Mindestbetrag zur Deckung der Grundlebenshaltungskosten.
Grundeinkommen als solches ist kein eigenständiges Geldsystem, sondern funktioniert gekoppelt an ein bestehendes System. Neben Lösung 2. wurde und wird in verschiedenen Ländern die Einführung diskutiert. Am wurde in der Schweiz über die Einführung eines bedingungslosen GE abgestimmt.
9. Gemeinwohlökonomie nach Christian Felber (*1972)
(Quelle und weitere Infos: https://www.ecogood.org/de/)
Christian Felber: ‚Unser jetziges Wirtschaftssystem steht auf dem Kopf. Das Geld ist zum Selbst-Zweck geworden, statt ein Mittel zu sein für das, was wirklich zählt: ein gutes Leben für alle’.
Gemeinwohl-Ökonomie bezeichnet ein Wirtschaftssystem, das auf gemeinwohl-fördernden Werten aufgebaut ist. Sie ist ein Veränderungshebel auf wirtschaftlicher, politischer und gesellschaftlicher Ebene.
Die Gemeinwohl-Ökonomie etabliert ein ethisches Wirtschaftsmodell. Das Wohl von Mensch UND Mitwelt wird zum obersten Ziel des Wirtschaftens.
10. Postwachstumsökonomie nach Nico Paech (*1960)
(Quelle und weitere Infos: http://www.postwachstumsoekonomie.de/ )
Der von Paech ab 2006 in die Diskussion gebrachte Begriff der Postwachstumsökonomie bezeichnet ein Wirtschaftssystem, das zur Versorgung des menschlichen Bedarfs nicht auf Wirtschaftswachstum angewiesen ist. Laut Paech bedingen Wachstumsgrenzen wie Ressourcenknappheit, psychische Grenzen („Überforderungssyndrom“), Krisenrisiken des Finanz-, Kapital- und Geldsystems sowie ökologische Grenzen (Planetary Boundaries) das Ende des Wachstums.
Sowohl Gemeinwohlökonomie wie auch Postwachstumsökonomie sind keine eigenständigen Geldsysteme. Sie zeigen aber Möglichkeiten auf, wie sich sowohl Unternehmen unter dem Aspekt des Gemeinwohls anders ausrichten können als auch wie jeder Mensch durch Einsicht und Verhaltensänderung ohne staatliche Verordnung jetzt schon einen nicht unerheblichen Teil zur Not-wendenden Veränderung beitragen kann.
11. Positive Money
(Quelle: https://en.wikipedia.org/wiki/Positive_Money und https://positivemoney.org/ )
Positive Money ist eine gemeinnützige Organisation mit Sitz in London und Brüssel, die sich für Reformen des Geld- und Bankensystems einsetzt. Die Mission von Positive Money ist "ein Geld- und Bankensystem, das eine faire, demokratische und nachhaltige Wirtschaft ermöglicht".
Es ist also zum jetzigen Zeitpunkt eine Initiative, welche durch Austausch und Forschung an einer Lösung arbeitet, ohne bislang eine konkrete anzubieten. Von daher ist Positive Money auch noch nicht wirklich einzuordnen.